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Aufgrund des hohen künstlerischen und geistigen Niveaus der Fresken des Felsenklosters „Der Hl. Erzengel Michael“ wurde es von der UNESCO 1979 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. |
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KULTURHISTORISCHES ERBE - Das Höhlenkloster „Der Hl. Erzengel Michael“
Ohne die Höhlenklöster wäre das kulturhistorische Erbe des Lomtales farblos und unbedeutend. Sie sind beklagenswerter Weise einerseits nur bruchstuckhaft erhalten aber anderseits über das ganze Tal verstreut. Über die Jahrhunderte hielten sie die Erinnerung lebendig an eine berühmte Heimstätte des Mönchtums, der hohen Geistigkeit, ein Zentrum des mittelalterlichen Schrifttums, welches seinerzeit Schriftgelehrte aus den umliegenden Landen anzog, wo elitäre Kunst geschaffen wurde. Die Herrscher Bulgariens traten hier als Stifter und Gönner auf.
In den steilen Felsen der Gegend „Pismata“ (Die Inschriften) in der Umgebung des Dorfes Iwanowo. sind zahlreiche Höhlen zu Mönchzellene umgearbeitet. Sie bilden einige zusammengehörige Gruppen. Zu Zeiten des 2. Bulgarischen Königreiches (12. – 14. Jh.) lag hier das bedeutendste bulgarische Höhlenkloster, im orthodoxen Sprachgebrauch „Lawra“ genannt, „Der Hl. Erzengel Michael“. Es ist zu Anfang des 13. Jhs. von dem künftigen Patriarchen Joachim gegründet. Während der folgenden zwei Jahrhunderten hat es eine bedeutende Rolle in der Entwicklung der mittelalterlichen bulgarischen Kultur, des Schrifttums und der religiösen und geistigen Kultur gespielt. Und sich der sehr tätigen Unterstützung der bulgarischen Könige erfreut. Das Kloster bestand auch während der ersten Jahrhunderte der Türkenherrschaft weiter, verfiel aber allmählich und wurde etwa zu Ende des 17. Jhs. offensichtlich endgültig verlassen.
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Wandmalereien aus der seitlichen Kapelle „Der Hl. Gerassim“ der „Kirche“ |
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Foto: Alexander Iwanov
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Die Wandmalereien der Kirche „Die Hl. Gottesmutter“ stellen einen Höhepunkt der Entwicklung der mittelalterlichen Monumentalkunst Bulgariens dar. Sie werden charakterisiert durch einen hochexpressiven Stil, eine vertiefte Kenntnis der antiken Überlieferung (welche hier nie in Vergessenheit geriet), die ausgewogene Farbharmonie und feine Details, in unvergleichlicher Einheit der Forderungen des orthodoxen Kanons und der Begabung eines gottbegnadeten (unbekannten, wie es der mittelalterliche Brauch erheischte) Künstlers. Die überhohten Gestalten mit ihren ausdruckstarken Gesichtern und Gebärden, der gelungen abgestimmte Hintergrund – natürliche oder architektonische Landschaften mit umgekehrter Perspektive- die ausgewogenen Kompositionen hinterlassen beim Betrachter einen unauslöschlichen Eindruck.
Der Ruhm des Höhlenklosters beruht hauptsächlich auf den, wenn auch nur bruchstückhaft, erhaltenen Wandmalereien der Kirchen. Die der Kapelle „Der Hl. Erzengel Michel“ und der Kapelle „Gottestal“ sind während der ersten Halfte des 13. Jhs. entstanden. Sie repräsentieren die Grundstilrichtung der bulgarischen Kunst ihrer Zeit und zeichnen sich durch eine zarte Farbgebung, Vornehmheit und klassische Schönheit aus. Die Wandmalereien der „Kirche“ und vom „Hl. Theodor“ stammen aus der Mitte des 14. Jhs. Sie gehören zu den besten Werken des damals die Kunst der Balkanländer beherrschenden sogen. „Paläologenstils“. Die Thematik unterliegt dem Einfluss des Hesychasmus, einer in der damaligen morgenländischen Kirche und auch unter den Mönchen des Felsenklosters vorherrschenden Glaubensrichtung.





