Die Flora des Naturparkes zahlt 877 Arten, also 23% der Pflanzenwelt Bulgariens. Darunter befinden sich viele Enedemiten. Das sind Pflanzen (oder Tiere), mit einer auf ein Gebirge, ein Land oder auch einen grosseren Teil eines Kntinentes, z.B. der Balkanhalbinsel, begrenzten Verbreitung.
Hier werden 1 Bulgarischer und 30 Balkanendemiten angetroffen. Von den Balkanendemiten haben folgende eine ganz enges Areal in Bulgarien: Dieckian`s Konigskerze (Verbascum dieckianii), wachst nur im Einzugsgebiet des Flusses Russenski Lom, sowie Emili-Popov`s Fingerkraut (Potentilla Emili-Popovii), kommt nur in Nordost-Bulgarien und an der Nordlichen Schwarzmeerkuste vor. Zu den seltensten Pflanzen von Bulgarien gehort das erst 1997 hier entdeckte Sibirische Kreuzblumchen (Polygala sibirica). Am Fundort stehen nur ca. 150 Pflanzchen. Es ist sonst von Nordost-Rumanien bis China verbreitet und streng an Steppenhabitate gebunden.
Kowatscheff`s Zwergginster (Chamaecytisus kovacevii (Velen.) Rothm.) |
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Kowatscheff`s Zwergginster (Chamaecytisus kowatschevii) ist der einzige bulgarische Endemit im Lomtal. Sein Verbreitungsgebiet ist auf den nordlichen Teil der Donauebene begrenzt, westlich von Russe. Die dichtesten Bestande wachsen am Unterlauf des Lomflusses. Der bekannte tschechische Botaniker, Prof. Josef Velenovsky, Autor der ersten Bulgarischen Flora, 1891 in lateinisch gedruckt, hat seinerzeit die Pflanze nach Herbarmaterial des Lehrers W. Kowatscheff, einer der Pioniere der Naturwissenschaften Bulgariens, beschrieben und benannt. |
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